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Moritz Graf von Sachsen ArtikelBuch-Tipp: Heinrich Graf von Brühl. Eine Biografie: Band 1: 1700-1738 Die Beschreibung für das Buch " Heinrich Graf von Brühl. Eine Biografie: Band 1: 1700-1738" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. Hermann Moritz Graf von Sachsen, gen. "Marschall von Sachsen", (* 28.10 1696 in Goslar; † 30.11 1750 auf Schloss Chambord) war ein deutscher Feldherr und Kriegstheoretiker in französischen Diensten.
Moritz von Sachsen war ein illegitimer Sohn des Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen (1670–1733) und der Maria Aurora von Königsmarck (1662–1728).
Moritz erhielt von seinem Vater während dessen Reichsvikariat den Titel eines Grafen von Sachsen und bald die Stelle eines Obersten in einem Kürassierregiment. 1709 kämpfte er in Flandern unter Prinz Eugen und Marlborough mit Auszeichnung, und ebenso zeichnete er sich 1711 bei Stralsund unter den Augen seines Vaters aus. Kurz darauf vermählte ihn seine Mutter mit der reichen Gräfin Löben (1699-1747), doch war die Ehe nicht glücklich und wurde 1721 wieder getrennt.
Bei allem Hang zu Ausschweifungen betrieb Moritz aufs eifrigste das Studium der Kriegskunst. 1717 nahm er in Ungarn unter Eugen am Kampf gegen die Türken teil, 1720 trat er in französische Militärdienste und erhielt 1722 ein deutsches Regiment. 1726 wählten ihn die Stände von Kurland auf Antrieb der Herzogin-Witwe Anna Iwanowna, der Tochter des Zaren Iwan Alexejewitsch, zu dem Herzog. Jedoch durch den Einfluss der Russen verdrängt, ging Moritz 1729 wieder nach Frankreich und wurde, nach dem er sich 1733 in dem polnischen Erbfolgekrieg am Oberrhein ausgezeichnet hatte, 1736 zu dem Generalleutnant befördert. In dem österreichischen Erbfolgekrieg nahm er 26.11 1741 Prag in dem Sturm, eroberte Eger und Elbogen und zog mit Broglie an den Rhein zurück, wo er sich der Linien von Lauterburg bemächtigte.
Sein Feldzug in Flandern (1744) unter dem nominellen Oberbefehl Ludwigs XV. galt als ein Meisterstück der Kriegskunst, indem er den an Zahl überlegenen Feind zur Untätigkeit nötigte. Am 11.05 1745 erkämpfte er über die Engländer den Sieg in der Schlacht bei Fontenoy, durch den Brüssel in französische Gewalt kam, und 11.10 1746 einen neuen bei Roucoux und wurde darauf zu dem Marschall von Frankreich und nachdem Sieg bei Lauffeld (2.07 1747) und der Einnahme von Bergen op Zoom (16.09 1747) zu dem Oberbefehlshaber in den eroberten Niederlanden ernannt.
Nachdem zu Aachen 18.10 1748 Friede geschlossen war (Aachener Friede), zog sich Moritz auf das ihm vom König geschenkte Schloss Chambord zurück und machte es zu einem Sammelpunkt von Gelehrten, Künstlern und Philosophen. Er starb 30.11 1750 daselbst und wurde in Straßburg in der protestantischen Thomaskirche bestattet, wo ihm 1765-76 von Pigalle ein großartiges Grabdenkmal errichtet wurde.
Bekannt ist Moritz' Liebesverhältnis zur berühmten Tragödin Adrienne Lecouvreur . Durch seine, mit Marie Rinteau de Verrières (1730-1775), illegitime Tochter Maria-Aurora von Sachsen , verehelichte Dupin , (1748–1821) war er der Urgroßvater der französischen Schriftstellerin George Sand (eig. Aurore Dupin).
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